Beschreibung
Die Große Posthornschnecke (Planorbarius corneus) ist eine robuste Süßwasserschnecke aus Europa. Sie wird häufig im Aquarium und Gartenteich gehalten, weil sie unkompliziert ist und Futterreste sowie abgestorbene Pflanzenteile verwertet. Das Gehäuse ist flach eingerollt („posthornförmig“) und erreicht bis zu 3–4 cm Durchmesser. Die Farbe reicht von Braun bis Dunkelrot. Durch Hämoglobin im Blut wirken manche Tiere rötlich und vertragen auch sauerstoffärmeres Wasser.
Herkunft
Planorbarius corneus kommt ursprünglich aus großen Teilen Europas, auch aus Deutschland. Sie lebt in stehenden oder langsam fließenden Gewässern wie Teichen, Gräben, Altarmen und pflanzenreichen Uferzonen.
Haltung
Die Haltung ist unkompliziert. Empfehlenswert sind Aquarien ab etwa 20 Litern mit vielen Pflanzen, Holz, Laub und natürlichen Aufwuchsflächen. Die Schnecken fressen Algenbeläge, Futterreste, abgestorbene Pflanzenteile sowie Gemüse wie Zucchini oder Spinat. Mittleres bis härteres Wasser ist vorteilhaft, da zu weiches Wasser Gehäuseschäden verursachen kann.
Temperatur
Ideal sind Temperaturen zwischen 18–26 °C, wobei 20–24 °C für die dauerhafte Aquarienhaltung besonders geeignet sind. Die Art verträgt auch kühlere Temperaturen und eignet sich daher für unbeheizte Becken oder Teiche.
Vermehrung
Die Posthornschnecke ist ein Zwitter, benötigt zur Fortpflanzung aber in der Regel ein zweites Tier. Die Eier werden als gallertartige Gelege an Pflanzen, Scheiben oder Dekoration abgelegt. Je nach Temperatur schlüpfen die Jungschnecken nach etwa zwei bis vier Wochen. Bei reichlicher Fütterung vermehren sie sich oft sehr schnell.





